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updated: 03.06.2009
   

Artikel bei Boyng, Nov. 2001
    siehe auch: Referenzen von Teilnehmern

Lernen fürs ganze Leben mit Spaß - Aber wie macht man das?

  • Lernen als kleine Kinder, ohne Angst vor Misserfolgen. Täglich lernen kleine Kinder durch Abgucken von den Erwachsenen, ohne es bewusst zu tun und sich Gedanken darüber zu machen.
  • Lernen in der Schule - langsam wächst der Anspruch und der Druck. Es beginnt harmlos in der Vorschule und geht weiter bis zum Gymnasium bzw. zum Studium. Lernen durch abgucken ist hier nicht mehr erlaubt. Die Lust am Lernen lässt nach, gibt es doch da mitunter schon die erste Freundin bzw. den ersten Freund und viele attraktive Möglichkeiten sich anderweitig zu beschäftigen...
  • Lernen in der Ausbildung - für einige ist das mit die schwerste Frage des Lebens, da man sich ja auf einen Beruf festlegen soll.
    Und danach noch viele Jahre weiter... Kommt Euch das irgendwie bekannt vor?

Grundsätzlich soll Wissen in einer bestimmten Zeit in den Kopf, genauer, ins Gedächtnis. Aber der Kopf allein ist nicht das Einzige, was wichtig ist. Schließlich funktioniert dieser nicht ohne den Körper. Und dann gibt es da noch die Zeit und das persönliche Umfeld. Was also tun?

Grundsätzlich ist wichtig, welcher Lerntyp man ist, denn nicht jeder lernt gleich. Da gibt es z. B. Lerntypen, die neue Informationen gut mit den Augen aufnehmen. Das ist der visuelle Lerntyp. Er behält neue Eindrücke gut durch sehen bzw. durch lesen. Es gibt aber auch Lerntypen, die aufgrund ihres Gehörs besser lernen können (Akustischer Lerntyp). Und dann gibt es noch diejenigen, die besser lernen durch BeGREIFEN. Das ist der Kinästhetiker. Es gibt jedoch keinen reinen Lerntyp, sondern meist Mischformen. Jeder bevorzugt aber einen Eingangskanal.

Deshalb sollte die gewählte Methode, mit der gelernt wird, auf den jeweiligen Lerntyp abgestimmt sein. Die meisten wissen aber nicht, welcher Lerntyp sie sind und lernen mit irgendeiner Methode. So haben viele das Gefühl, beim Lernen auf der Stelle zu treten. Sie kommen schlecht voran. Das Ergebnis ist meist nicht befriedigend und noch schlimmer, die Motivation lässt nach. Lernen? Nein, danke - kein Bock...

Die Motivation hängt also sehr mit dem Spaß und mit dem Erfolgserlebnis zusammen. Da spielen auch das Lernumfeld und die eigenen Ziele eine große Rolle. Manche brauchen Druck zum lernen und für manche wäre das gerade das Schlimmste. Sie blockieren bei Druck und sind motivierter, wenn sie eine Art Belohnung, also etwas Angenehmes hinterher erwartet. Was einen selbst motiviert muss also jeder erst einmal für sich herausfinden.

Auch die Zeit spielt eine große Rolle. Der Alltag, Familie, Freunde, Hobbies, Job usw. müssen zusammen mit der Zeit fürs Lernen unter einen Hut gebracht werden. Wer da keine gute Strategie hat und zusätzlich mit dem "Inneren Schweinehund" kämpft, kann ganz schön verzweifeln. Häufig wird das Lernen aufgeschoben. Kurz vor der Prüfung oder Klausur ist der Druck unerträglich groß und es wird auf den letzten Drücker gelernt. Die Folge ist Stress...

Das Gehirn braucht ständig "Futter". Es sorgt dafür, dass alle Prozesse im Körper rund um die Uhr funktionieren. Wir sind uns dessen kaum nicht bewusst. Man kann mit geeigneter Ernährung und mit Bewegung das Lernen sowie die Konzentration günstig beeinflussen.

Zum Schluss soll noch die Prüfungsvorbereitung erwähnt werden. Viele haben beim Gedanken, dass sie eine Prüfung absolvieren sollen, ein ungutes Gefühl. Eine Prüfung stellt eine Ausnahmesituation dar. Hier ist eine gute Vorbereitung, die rechtzeitig erfolgen sollte, und eine positive Einstellung dazu vorteilhaft. Die wenigsten simulieren im Vorfeld ihre Prüfung unter realistischen Bedingungen. Man könnte die Prüfung auch als Herausforderung sehen, mit der man sich und sein Wissen unter Beweis stellen kann. Auf diese Weise betrachtet, sieht die bevorstehende Prüfung lange nicht mehr so beängstigend aus...